Kann man Huskys zwingen am Schlitten zu laufen oder gehört der Husky eher auf die Couch...

 

 

 

Kann man Huskys zwingen am Schlitten zu laufen......

 

 

 

 

 

Nach einer typisch schöngeistigen Konversation auf Facebook in einem Husky Forum widersetzt sich mein Ego jeglicher Vernunft und meint das hier mal was gesagt und klar gestellt werden muss, nur für mich und mein EGO. Und ebenso wollte ich einfach mal tief in mich schauen, ob wir unserem Ego eben nicht doch selbst auf den Leim gegangen sind. Thema der Diskussion war im Grunde, dass man Huskys zwingen kann und es auch tut, an einem Hundeschlittenrennen teilzunehmen oder einen Hundeschlitten zwingt zu ziehen, oder eben zwanghaft Zughundesport betreibt, oder den Husky überhaupt arbeiten lässt und das nur unter Zwang natürlich , da es eigentlich gar nicht seiner Natur entspricht. Weil eben laut Aussage auf Facebook kein Husky in der Welt freiwillig an einem Hundeschlitten arbeiten würde wollen. Die wahre Natur eines Huskys läge im Jagen und Fährten lesen. Und das Huskys viel lieber in Wohnungshaltung mit seinem Menschen auf der Couch vor dem Fernseher sein Leben verbringen würde, als draußen, weil der Husky ein fester Teil der menschlichen Familie ist.

 

 

 

Mm...Biologisch gesehen widerspricht erst einmal jeder Ahnenforscher und Evolutionsbiologe dieser Theorie, denn der Husky gehörte noch nie zur Familie des Homo sapiens, sondern er gehört zur Familie der Caniden, wohl bemerkt nach dem jetzigen heutigen Wissenstand.

 

 

 

Und ich denke intensiv über meine Zeit in Alaska und Skandinavien nach, um mir noch einmal bildlich vor Augen zu führen, ob in diesen 10 Jahren, in denen ich einen kleinen Einblick in den Hundeschlittensport dieser Welt bekommen habe, mir Momente bewusst werden, wo zwanghaft Huskys zum Laufen, arbeiten oder was auch immer gezwungen wurden. Um ehrlich zu sein, meiner persönlichen Meinung nach war da schon nicht alles weiß und unschuldig, was wie Schnee glänzte. Es gab die Guten und die weniger Guten in Sachen Huskyhaltung, es gab da viel abartiges und viel gutes auch einiges außergewöhnlich gutes, es gab von allen etwas und nach meinem damaligen Wissenstand war es so halbwegs ok, was ich erleben durfte. Gegen Kettenhaltung habe ich schon immer rebelliert und da wo ich gearbeitet habe, versuchte ich, meinen Teil zu leisten, um den Huskys so viel Freiheit zu schenken wie möglich. Was schlussendlich dann dazu führte, dass ich einige der besten Blutlinien von Alaskan Huskys, die in diesem Hundeschlittenzirkus existieren, meiner persönlichen Ansicht jedenfalls nach, trainierte und mit ihnen ein paar extrem glückliche Jahre erleben durfte. Zum einen 15 Yearlinge von Lance Mackeys edlen Huskys, für mich einer der besten Blutlinien und Huskys überhaupt, die ich einen Winter lang persönlich und allein trainieren durfte. Zusammen mit meinen 20 Rockstars vom 3 Dog Night Hostel in Fairbanks/Alaska, die ich viele Jahre trainieren durfte. Von der Huskybande durfte ich so viel über Husky Seelen und dem Leben mit Schlittenhunden lernen. Wir haben uns so sehr zusammengerauft dass ich jeden Morgen über fast 5 Jahre hinweg Sommer wie Winter mit allen 20 Huskys nahezu 2 Stunden frei spazieren gegangen bin mitten durch den Busch, aus Rebellion gegen die Kettenhaltung und kein Einziger ist mir jemals dabei abgehauen. Und im Sommer in Alaska mit Millionen Mosquitos ist das nicht ganz witzig:)Ok Bobi, der alte Krieger, ist ein paar mal sobald wir auf dem Weg nach Hause waren los gesaust nach Hause um sich freiwillig in seine Hütte voll mit frischen Stroh zu legen und auf uns zu warten. Er ist dabei nie vom Weg abgekommen oder hat nach links oder rechts geschaut, nein Bobi ist schnurgerade heim gelaufen in seine Hütte:) Und in den Wäldern um Fairbanks rennen weit mehr Möglichkeiten rum für Huskys, um jagen gehen zu können, als hier in deutschen Wäldern und wie gesagt in den 5 Jahren ist kein einziger von den 20 Huskys abgehauen oder jagen gegangen, kein einziger dieser 20 Helden. Und eben von Lance Mackey und diesen 20 Husky Helden habe ich meine Erfahrung sammeln dürfen und von den vielen anderen Huskys und Mushern, für die ich in den 10 Jahren gearbeitet habe. Was im gesamten dann wohl fast 1000 Huskys waren, schon allein einer der größten europäischen Anbieter für Husky Touren hatte alleine 700 Huskys. Und nach all dem Lehren von den besten der besten in der Schlittenhunde Szene und den weniger Besten, habe ich all mein Wissen in meine eigene Philosophie gepackt und mir dazu noch die beste Tierheilprakikerin und Tierpsychologin Deutschlands, die unter anderen mit den guten und erfahrenen Verhaltens- und Wolfsforschen wie z.b Günther Bloch zusammen gearbeitet hat, geschnappt, sie in meinen Besitz gebracht, um mit ihr zusammen ein Rudel von 7 Huskys aufgebaut, den glorreichen 7 Knobelsdorfer Huskys und für uns beide kam nur Rudelhaltung in Frage. Um eben den unseren Huskys aus unsere beider Erfahrung das best mögliche Leben zu ermöglichen, was man Huskys im zusammenleben mit Menschen hier in der zivilisierten Welt in Sachsen/Deutschland anbieten kann, nach unserem besten Wissen, Gewissen und Möglichkeiten.

 

 

 

So und daher will ich nun unsere glorreichen 7 Huskys heute einmal bewusst fragen, ob ich sie zwinge zum Hundeschlittensport und warum sie so verflucht ausgeglichen und entspannt sind. So entspannt, dass viele unsere Gäste uns speziell darauf ansprechen und das wir auch wohl leider gegen alle Trends und Gerüchte auf Facebook, unsere Huskys frei laufen lassen können. Weil sie zu 98 % abrufbar sind, nicht jagen und auch nicht unerlaubt abhauen, um eben selbständig jagen zu gehen und wir sie nicht in Wohnungshaltung, als Teil der Familie halten, sondern in einem großen Freilauf draußen halten und ihnen die Möglichkeit geben, sich ihre eigene kleine Husky-Wolfsfamilie zu bilden. Sowie haben wir 3 sibirische Huskys, die aus Wohnungshaltung abgegeben wurden von Menschen, die ein klein wenig die Kontrolle im Zusammenleben mit eben diesen 3 Huskys verloren haben, oder eben, die Huskys nicht mehr in die aktuelle Lebenssituation, da Nachwuchs erwartet wurde, gepasst haben. Also 3 unserer Huskys kennen beide Seiten der Medaille und soweit bevorzugen sie es, draußen zu leben. Bis auf die zwei Minuten, die sie, wenn wir sie ins Haus holen, drin sind, das Katzenfutter abchecken die Bude untersuchen, aber dann zielstrebig & selbständig wieder das Haus Richtung Freilauf und Rudel verlassen möchten. Selbst wo wir Tala und Senta kastriert haben und sie so gezwungen waren aus medizinischen Gründen, ein paar Tage im Haus zu verbringen, haben sie es sicher genossen keine Frage. Aber die Katze war ihnen unheimlich und sie hatten immer ein Auge an der Tür, wenn sie denn endlich wieder aufgeht und sie raus zu ihren Kumpels konnten. Sicher haben sie die extra Aufmerksamkeit und das Verwöhnprogramm genossen, doch man hat gemerkt, ihre Seele zieht es trotz des unwiderstehlichen Duftes von Katzenfutter nach draußen zu ihrem Rudel/ihrer Familie........freie Wahl für freie Huskys...

 

 

 

Und bevor ich unsere Huskys frage, noch eine traurig schöne Erinnerung aus Alaska. Monsterbaby ein riesiger Malamut Husky aus Alaska, eine stolze Seele und Riese seiner Spezies, daher auch sein Name Monsterbaby. Er war der unangefochtene Herrscher über das Rudel vom 3 dog night Hostel in Alaska, wo ich meine schönste und lehrreichste Zeit in Sachen Husky/Schlittenhunde verbringen durfte. Wobei ich aber sagen muss, dass ich eigentlich das meiste über die Zartheit der Husky Seele von Conni hier in Deutschland gelernt habe. Und die studierte Fachkompetenz zusammen mit dem nötigen & erforderlichen Einfühlungsvermögen konnte mir kein anderer im weltweiten Hundeschlittenzirkus auf so hohem Niveau und so nah am Husky bieten wie Conni.

 

Leider werden Huskys körperlich auch einmal alt, im Geiste eher weniger und genau das ist ein trauriges schönes Problem. Monsterbaby wurde alt und hatte Probleme mit seinen Hinterbeinen, sie wurden steif und alles ging nicht mehr so gut mit seinen 14 Jahren. Was für einen Malamuten, der sein Leben lang arbeiten durfte, schon stattlich ist und er war ja auch noch fit, nur die Beine wollten eben nicht mehr so wie er wollte. Jedenfalls spielten die alten Knochen nicht mehr so mit und Monsterbaby durfte natürlich von da an bei mir frei laufen. Die ganze Zeit ich hatte ihn extra dafür eine riesige Hütte gebaut, voll mit Stroh und wie gesagt, er durfte den ganzen Tag frei laufen. Wobei seine Kumpels typisch Alaska meist eben an der Kette gehalten wurden, was nie einen deutschen Tourist und Husky-Liebhaber damals gestört hatte, als sie Husky Touren buchten. Jetzt kam der Zeitpunkt wie jeden Morgen im Winter, dass ich die jungen Wilden und Lance Mackey Huskys einspannte und zu einer Trainingsfahrt aufbrechen wollte. Und dieser Moment zerreißt mir, wenn ich mich daran erinnere, noch heute das Herz. Als ich oftmals mit ansehen musste, wie sich Monsterbaby mit an den Schlitten zwischen die jungen Wilden schleppte und mitlaufen wollte. Mit dem ungestümen Power der jungen Wilden, die Huskys so gewöhnlich haben vor einem Start, haben sie den armen alten Monster immer umgeworfen und ich habe ihn dann immer wieder aufgestellt und etwas abseits geparkt mit blutendem Herzen. Denn in seinen jungen Jahren hätte Monsterbaby den jungen Wilden Mackey Dogs gezeigt, wo der Huskyfrosch die Locken hat. Doch immer wieder schleppt sich Monsterbaby zum Schlitten und bellt mit den jungen wilden und wollte mit eingespannt werden........ da verblutet man innerlich förmlich und jeder Musher, der etwas Seele hat, gesteht sich die Tränen ein, die dann unweigerlich & ungefragt fließen, ob man will oder nicht......Alle 14 Huskys waren angespannt, Mosterbaby schnell etwas zur Seite geparkt und den Anker gezogen und auf geht’s....... erst durch den Wald und dann ab ins weite offene unendliche große wilde Alaska hinaus. Ich dreh mich noch einmal um und sehe doch Monsterbaby sich auf 2 Beinen hinterher schleppen................Fuckkkkkkkkkkkkkkk.....Diese Augenblicke reißen einen das Herz raus ob man will oder nicht.................. wie gesagt, stolze Huskyseelen werden körperlich alt doch niemals in ihrer Seele & Köpfen wenn sie einigermaßen glücklich und happy leben durften. 14 wahnsinnige junge wilde Alaskan Huskys am Hundeschlitten, die mit ihrer ganze Kraft in die Seile hämmerten und Monsterbaby schleift sich hinterher, weil er mit will. Ich musste die jungen wilden aber erst einmal bändigen, sonst reißen die mir den Permafrostboden unter dem Schneeanker raus und gleich noch mit den halben Wald, da ich sie noch mit einem zweiten Schneeanker an einen Baum gesichert hatte. Mit blutenden Herzen binde ich Monsterbaby schnell an einem Baum fest....... fahr eine kleine Runde, weil ich mitten im dichten Wald mit 14 wilden Huskys nicht umlenken konnte so kurz nach dem Start und auf dem Rückweg lade ich Monsterbaby in den Schlitten fahr zurück zum Kennel, lade ihn aus und Monsterbaby ist platt, aber seine Augen brennen und nur eine Träne läuft wie mir aus seinem Auge, ich will doch nur mit, ein letztes Mal........bei der Erinnerung breche ich in Tränen beim Schreiben aus, so was vergisst man nie, ich sehe ihn noch vor mir, so ein stolzes Geschöpf und seine Augen, nur ein letztes mal, ich weiß doch, dass meine Zeit gekommen ist ...................fuckkkkkk..................Ich drehe das Team rum und jage mit den 14 jungen und wilden Huskys knapp 80 km an diesen Tag durch Alaska und heul mir dabei die Seele aus dem Leib, wegen Monsterbaby..............Die Tränen gefrieren auf der Haut oder bleiben an den Augenbrauen kleben, …..wenn man Huskys zwingt zu laufen und zum Schlitten ziehen, wieso schauen sie einen dann so an, wenn sie es nicht mehr dürfen, sollen , können..............damals an diesem eisig kalten Tag -30 C ist mir meine Lebensphilosophie erschienen, irgendwo zwischen den gefrorenen Tränen und einer verblutenden Seele..... „ we are all just sleddogs runnig for happiness...... wir sind alle nichts anderes als kleine Schlittenhunde, die mit dem Universum um die Wette laufen für ein paar kleine glückliche Augenblicke in unserem Leben...............

 

 

 

Jetzt viele Jahre später steh ich vor unseren glorreichen 7 Huskys vom Schlittenhunde Kombinat Knobelsdorf in Sachsen/Deutschland und in all der Zeit, seit ich Monsterbaby traf, habe ich viel dazu gelernt, besonders aber von Conni einer der besten Tierheilpraktikerin und Tierpsychologinnen Deutschlands. UND frage heute nach dieser Diskussion auf Facebook unsere Huskys direkt ,ob sie mit ihrer Lebenssituation hier im Schlittenhunde Kombinat Knobelsdorf eigentlich zufrieden sind, oder ob wir sie zu irgendwas zwingen, was sie eigentlich gar nicht wollen. Ich stell das Trainingsgerät auf den Hof, lege die Gangline aus und die Zuggeschirre daneben, unsere Huskys sehen das alles aus ihrem großem Freilauf. Ich öffne den Freilauf und unser Hof ist nicht eingezäunt, alles rammelt raus über den Hof, tanzt spielt, tobt, jagt sich und verkrümelt sich über den ganzen Hof. Ich geh zu den Zuggeschirren und irgendwann kommt unsere kleine Avani meine/unsere beste Leithündin und Mainleaderin und legt sich neben die Zuggeschirre.......mh ich stehe still und leise da und sage heute bewusst nichts, alles tanzt spielt schnüffelt, markiert die nächtlichen Fuchs und Marder Spuren über unseren Hof und wie von Zauberhand findet man sich langsam um die Zuggeschirre und die Gangline ein, legt sich ab und wartet der Dinge ab, die da nun geschehen sollen. Wie gesagt, Avani guckt mich schon seid 5 Minuten an und wartet auf ihr Zuggeschirr. Alle sind da jetzt außer unser Alpha Mamid, der ist irgendwo kacken, denn er ist kein Heimscheisser, er kackt nicht in seinen geliebten Freilauf, er hebt es sich immer auf und kackt draußen aufs Feld, oder eben 3 mal auf dem ersten 2 km beim Laufen dann:) Ok wenn Avani schon mal so da liegt, nehme ich endlich das Zuggeschirr und bereite es vor, zack liegt sie auf dem Rücken alle 4 in der Luft, so ziehen wir das Zuggeschirr immer an , weil die Besten der Besten haben immer auch ein klein wenig Extrawurst verdient:). Sofort ist Pinu da und steckt mir seinen Kopf entgegen, Pinu erst die Damen der Schöpfung und er zieht beleidigt wieder ab. Ich ziehe Avani das Zuggeschirr an, jetzt fühlt sie sich perfekt, nun geht sie über den Hof spazieren und alle anderen finden sich selbständig bei mir ein und holen sich ihr Geschirr ab ohne ein Wort zu sagen. Außer Mamid, der Boss, der kackt immer noch irgendwo auf dem Feld.....ich rufe ihn als einzigen einmal und da kommt er angeflogen, muss sich wohl echt erleichtert haben, denn er rennt mich fast über den Haufen, der Brühhahn. Ich zieh ihm das Zuggeschirr an, alle sind jetzt angezogen und ich schlendere ganz zufällig Richtung Gangline. Huskys sind ja nicht blöd und die wissen genau, was jetzt abgeht und was jetzt der Plan ist, also wenn sie keinen Bock haben, sagen sie mir das schon und gehen zurück in ihren Freilauf. z.B unsere Senta, die jetzt 11 Jahre jung ist, an manchen Tagen sagt sie mir zum Beispiel klar und deutlich, nö Alter heute hab ich keinen Bock mit meinen alten Knochen, spinnst du, da bleibt sie einfach im Freilauf liegen, das Recht nimmt sie sich. Ok alte Lady, dann ziehe ich ihr immer das Zuggeschirr an, damit sie nie vergisst, dass sie trotzdem Teil des Teams ist, aber ich zwinge sie nicht raus. Manchmal kommt sie dann raus, aber eben manchmal bleibt sie auch drin, da kann ich auch die Tür zum Freilauf ruhigen Gewissens auf lassen, Senta bleibt drin und wartet bis wir wieder kommen. Wenn ich sie aber drin lasse, weil ich meine, heute fahre ich mal ne schwere Runde und fahr auf Speed und da kann unsere Senta Omi mit ihren etwas kürzeren Malamut Sibirien Husky Mix Beinchen nicht ganz so mit halten, mit den langen alaskanischen Rennblutbeinen und den jungen wilden Sibiriern. Also wenn ich sie ungefragt zurücklasse, weil ich sie auf Grund ihres Alters schonen möchte und dann wiederkomme....Wowwww....... ihr solltet dann man ihre empörten Blick sehen, was mir denn einfällt, sie ungefragt zurück zulassen, wenn hier einer entscheidet, wer rennt und wer nicht ,dann ist das doch unsere Senta selbst. Und bei dieser Ansage können ihre Augen aber beleidigte Leberwürste ausspucken, das hat die Welt noch nicht gesehen, doch hat sie einst schon in Monsterbabys traurigen Augen....heul......... Heute aber tanzt unsere Senta und will scheinbar gleich & sofort mit und das mit ihren 11 Jahren und ganz freiwillig. Also ich schlendere zur Gangline , schwupps steht Avani neben mir , wie von Geisterhand geführt, weil sie zu 99% & immer als Mainleader in Lead/vorne läuft und eingespannt werden will. Aber heute habe ich einen Plan, um zu testen, ob ich sie zwinge, in Lead zu laufen. Pinu ihr Bruder , unser kleiner Schleimscheißer im Team aber knall harter Arbeiter, steht dann sofort neben mir, mh nö Pinu heute habe ich einen anderen Plan. Wir laufen nicht immer in der selben Position mit unseren Huskys, auch eine Eigenart die ich mir aus Alaska mitgebracht habe und zu meiner eigenen Philosophie gemacht habe, eben aus der Erfahrung heraus. Weil jeder unserer Huskys kann in jeder Position laufen, nicht alle sind in jeder Position gleich gut. Aber ich weiß, in welcher Position jeder das Optimum fürs Team rausholen kann, aber jeder Husky kann bei uns in jeder Position laufen und das trainieren wir auch so. Also nehme ich heute Mamid und Tala, ich rufe beide einmal und beide finden sich fast freiwillig ein, ok ich habe sie gerufen, aber sie hätten die Wahl, mir heute bewusst zu zeigen, dass sie keinen Bock haben zu laufen, indem ich sie hätte 10 mal rufen müssen. Es ist kühl, aber die Sonne kommt zum Abend noch mal etwas raus hier. Sie lassen sich beide vollkommen entspannt einspannen und sie legen sich freiwillig ab. Mh.....eingespieltes Team meine ich, unser Avani Mädchen schaut mich entsetzt an wie, spinnst du Hallo ich Anavai in Lead wie immer, geht’s noch Alter....bissel verpeilt heute....Sie legt sich schmollend neben die Leithunde ab.....lach...ich muss schmunzeln, in Swing geht heute Lotte und Pinu, beide angespannt nur an die Takline. Zu Lotte sage ich rechte Seite, zu Pinu linke Seite und beide legen sich auch so ab, entspannt ruhig und fast freiwillig, schließlich hab ich nur linke Seite oder rechte Seite gesagt, nichts von ablegen. Routine halt und ein eingespieltes Team und wenn sibirische Huskys keinen Bock haben, erfinden sie 1000 Gründe, wieso man das gerade in diesem Augenblick nicht tun kann, es gibt wichtigeres im Universum zu tun oder denke, das kennt jeder sibirische Husky Besitzer. Pinu und Lotte liegen. Unser Avai Mädchen ist vollkommen entsetzt …..lach.... im Team läuft heute unsere Kim und unsere Avani, Takline an Avani festgemacht, liegt sie sofort auf ihrer, der richtigen Seite, bestes Mädchen ever..... Kim( ein abgegebener ehemaliger Wohnungshusky) muss man bitten, dann legt sich unsere Diva darnieder. Zum Schluss unsere Omi Senta mit 11 Jahren frisch und knackig. Ich schau auf wo sie ist, da liegt sie zwischen den beiden Leithunden und guckt mich Rotz frech & verpeilt happy an.....lach....Senta ist so ein süßer Clown, ...4 mal abgegeben von überforderten Huskybesitzern aus Wohnungshaltung. Sie kam zornig und mit einer sehr verletzten empfindlichen traurigen und unsicheren Seele zu uns. Um dann erst gemeinsam mit der gefühlvollen Pflege von Conni zu einer selbstbewussten und starken Alpha Lady aufzusteigen im Rudel und seid dem sie diesen Job aber an unsere kastrierte ehemalige Wohnungshündin Kim abgegeben hat, ist sie ein absoluter und liebenswerter Clown geworden, der so was von angekommen und zuhause ist. Aber heute hat sie wohl wieder eine ganze Herde Clowns gefrühstückt. Ich rufe Senta, sie kommt angetanzt schmeißt sich vor mir mit einer Rolle und halb Kopfstand vor die Füße und lässt sich einspannen. …..lach …..Senta ich zwinge dich hier zur Arbeit am Hundeschlitten, ist dir das bewusst mein Mädchen.......große verrückt fröhliche kristallblaue Froschaugen schauen mich etwas ungläubig an, sie wälzt sich in ihrer eigenen Heiterkeit und lässt sich den Bauch durchwurschteln, noch Fragen Alter.........und ich glaube, wenn man genau hin hört, kann man sie schnurren hören wie eine Katze vor Heiterkeit & Blödsinn...... ok Mädels jetzt Schluss mit lustig hier, jetzt wird gearbeitet und das ist kein Vergnügen oder doch...?:)

 

 

 

7 angespannte Huskys liegen entspannt vor dem Quad und schauen mich an........ ich geh noch einmal meine Runde knuddle alle, die meisten liegen auf dem Rücken und lassen sich den Bauch wurschteln. So richtig unhappy denke ich gerade bei mir, sieht hier keiner aus und alle wissen genau, was hier gleich passiert, Huskys sind ja nicht blöd und hätten abhauen können. Ich geh noch einmal etwas weg vom Team und schau mir ihre Körpersprache an, die mir Conni einer der besten Tierpsychologen beigebracht hat. Wenn hier jetzt Zwang und Unbehagen in der Luft liegen würde, würden es mir die Huskys zeigen und nicht so entspannt rum lungern hier.....lach.... sie haben ja die Wahl. Ok, sie würden sich vielleicht nicht direkt selbständig vor den Schlitten spannen, das habe ich mit meinem physischen Zutun bewirkt, aber sie hätten es mir mit einer typischen und unbehaglichen Körperhaltung oder einfach mit ihrem Verhalten zeigen können, richtig oder?....Wie zeigen Huskys, ob sie es wollen oder nicht, tun sie das hier jetzt nur, weil ich das so will oder weil sie Bock drauf haben. Man erkennt deutlich an der Körperhaltung, wenn ein Husky Angst hat, sich unsicher oder unwohl fühlt, das ganz sicher, dann liegt er auch nicht so entspannt im Team rum hier...lach. Wenn ich Sport treibe, muss ich mich manchmal auch selbst zwingen oder hab im ersten Augenblick keinen Bock, das erkennt man aber auch an meiner Körperhaltung, hinterher fühlt es sich dann meistens immer gut an. Geht es den Huskys genau so, was denkt die Bande jetzt? Mamid als Alpha würde der sein Rudel zur Arbeit verdonnern, wenn er merkt, das tut ihm und dem Rudel gut? Sicher würde er wohl auch wie wir alle gern den ganzen Tag faul rumliegen und den Bauch in der Sonne aalen, aber wenn Futter auf den Tisch oder in die Schüssel kommen soll, müssen sich selbst Wölfe auch bewegen. Aber irgendwann kommen auch die faulsten Sonnenanbeter zu dem Punkt wo sie sagen , jetzt muss ich mir erst einmal die Faulheit vom Pelz rennen, oder eben den Frust von der Seele rennen. Jeder Sportler kennt dieses Gefühl oder kommt zu dem Punkt, wenn er zu lange körperlich abscheisst. Ok Wölfe ziehen nichts, aber sie laufen oft auch lange und viele km manchmal tagelang und nicht immer nur zu Jagdzwecken. Karl, ein Alpha Wolf, den Conni persönlich mit besendert hat, ist bis weit nach Polen von der Lausitz aus gelaufen – mehr als 1000 km - wo er sein Rudel hatte und da gibt es genügend Schwarz-Wild zu jagen glaube ich, da muss man nicht bis Polen laufen und in Polen hat er auch nicht gejagt und seine Beute dann in die Lausitz geschleppt oder?. OK Schlittenziehen ist schon mein physischer Einfluss hier, aber sie sehen nicht unhappy aus, sind vollkommen entspannt und Senta unsere 11 jährige ist recht froher Dinge der süße Clown. Während ich so in mich rein philospohiere, schaut mich unser Avani-Mädchen an wie, „““geht’s nun mal los Alter, Leben ist kein Ponyhof“““...... Jawohl mein Mädchen....Ihr Wunsch ist mir Befehl.....

 

 

 

ready Guy …...and go.....Ohne Neckline stemmen sich 7 Huskys in die Seile und wir marschieren los, ich denke dabei, gerade dadurch, dass wir ohne Neckline laufen, können sie mir jetzt eigentlich auch noch zeigen, dass sie keinen Bock hätten, denn eine Neckline würde/könnte man denken eventuell könnte sie ja den Husky dazu zwingen im Team mitzulaufen da sie sonst eh mitgezogen werden würden, was ja ohne Neckline nicht so der Fall ist. Alle Tacklinen sind gespannt wie ein Flitzbogen selbst die von unserer 11 jährigen Senta ......jippieayeahhhhh ihr Schweinebacken....

 

 

 

Wir trainieren seid Jahren schon einen Wohnugshusky vom nächsten Hof mit, der ist 1,5 km weit weg vom Schlittenhunde Kombinat Knobelsdorf. Der Halter von Wahya sagt immer, sie weiß genau wann wir anspannen und das obwohl bei uns keiner bellt oder Theater macht beim anspannen, sie hört es also nicht. Und sobald sie es bemerkt, ist sie nicht mehr zu halten und ihr Herrchen ist vollkommen abgeschrieben, wenn er dann immer schon mit Wahya an der Leine uns entgegen kommt, kann er sie kaum halten, so sehr Bock hat sie aufs flitzen am Schlitten im Team. So groß erscheint ihr Zwang, sich diesem Zwang freiwillig unterordnen zu wollen, am Schlitten zu laufen. Vor ihrem Hof lege ich alle unsere Husky ab, sie bleiben liegen, dann hole ich Wahya die quiekt und tanzt und ist kaum mehr zu bändigen. Dann nehme ich Wahya am Zuggeschirr und lasse sie jeden einzeln Huskys begrüßen und beschnuppern, einzel Wohnungshaltung, sie freut sie wie Bolle über jeden Artgenossen. Dann legt sie sich sofort in Position, freiwillig und etwas überhastet, wo sie für gewöhnlich läuft und wenn ich sie mal ein paar Tage nicht mit nehme, weil ich es einfach nicht schaffe, Arbeit was auch immer, zeigt sie mir immer ganz besonders akkurat, dass sie genau weiß, was zu tun ist mit solch einem Übereifer, dass ich echt schmunzeln muss..... Sie weiß und kennt genau unsere Routine, obwohl sie wie gesagt nicht von Anfang an dabei war und nicht bei uns lebt, wir sie nur jeden zweiten Tag zum Training mitnehmen. Unsere Huskys liegen in der Zeit vollkommen ruhig und entspannt da. Unsere alaskanischen Huskys aus edlen Blutlinen wissen ganz genau, wie man Kräfte spart und sind vollkommen entspannt, unsere sibirischen Huskys aus ehemaliger Wohnungshaltung schauen immer in der Weltgeschichte rum, nach Katzen und was sonst noch so im Dorf rumläuft. Besonders unsere Kim, aber alles liegt, keiner zuckt auch Wahya nicht mehr, wobei man ihr voll die Anspannung ansieht, aber sie bemüht sich ganz bewusst, voll süß....gehts jetzt los, geht’s jetzt los....ich bin bereit ...gehts jetzt los.....lach.....Wahya zwingen wir dich jetzt gegen deinen Willen, dieses doch recht schwere Quad ohne Motor zu ziehen.......waaaaasss geht’s jetzt los hier, oder willst du bloß quatschen Mann, wir sind hier nicht auf Facebook Alter.........ok auf geht’s Mädels, Leben ist kein Ponyhof und Futter muss auf dem Tisch...lach.....Ich steige aufs Quad, alles liegt ich warte, und warte, die wissen genau was geht jetzt, man sieht es an ihrer Körperspannung, ich warte.....Wahya zittert vor Lustlosigkeit:)...ready Guys and go......und das Team marschiert und ja auch Wahya kann jetzt nach einigen Anfangsschwierigkeiten ohne Neckline laufen. Über die Strasse , kurzes Stück den Radweg entlang dann abbiegen auf den Feldweg entlang Richtung Dorfteich. Da wird dann das erste mal angehalten und alles springt hinein mitsamt dem Quad, wenn ich nicht vorher bremsen würde. Jetzt nehme ich unsere 11 jährige Senta aus dem Team, von hier ab darf sie aufgrund ihres reifen Alters frei laufen. Also wenn sie keinen Bock hätte, könnte sie jetzt wie mein geliebtes Monsterbaby in Alaska am Teich bleiben bis wir zurück kommen.

 

Tut sie aber nicht, sie steht mitten zwischen den Leithunden Mamid und Tala......Senta orrr nöööö...du Knallkopp....sie tanzt und murmelt, vermurmelt sich aber etwas und die Chance nutze ich und starte das Team, so dass sie nicht zwischen den Leithunden rum tanzen kann. Aber Hallo eine Knobelsdorfer Schlittenhunde Omi kann man nicht verarschen und schon hat es sich ausgemurmelt und Senta flitzt hinterher, volle Kanone, was die Omabeinchen so hergeben. Und mit Wahya, einer leider etwas beleibten Wohnungshusky Dame, die erst 4 Jahre ist und ein Husky/Pointer Mix ist und eigentlich das schnellste Ding sein sollte, hier im Team , jedenfalls gegen die sibirischen Huskys: Wahya hat aber echte Probleme, mit unserer 11 jährigen Husky Dame mitzuhalten. Nicht weil sie es nicht kann, oder es nicht wöllte, nein weil ihre Besitzer sie leider etwas zu gut füttern und auch die Theorie vertreten, dass der Futternapf immer voll sein müsste. Daher muss ich auch immer fragen, hat sie denn gerade gefressen, wenn ich sie abhole. Meistens kommt die Antwort, weiß ich nicht, sie kann ja immer fressen, was eben aus diesem Grund absolut keinen Sinn macht für uns und einen sportlichen Husky, weil mit vollen Magen macht flitzen keinen Bock, Sinn und gesund ist auch nicht. Und Wahya hat schon zu viel auf den Rippen, dass man diese nicht mal mehr fühlt. Aber alles reden hilft leider nicht, man ändert leider nichts an der Tatsache, obwohl man es vielleicht langsam doch etwas einsieht nach 3 Jahren reden, anyway anderes Thema.

 

 

 

Das Team flitzt , Wahya springt beim Start vor Freunde hoch und Rockn Roll. Klar ist das jetzt anstrengend, das hat Sport und Bewegung so an sich. Tun sie es jetzt freiwillig oder zwinge ich sie. Ja wie kann man denn eigentlich Huskys zwingen zum Arbeiten am Schlitten? Ich tue hier nichts außer das Kommando zu geben Go..........ich verprügle sie nicht, ich schreie sie nicht an, ich verweigere ihnen nicht das Futter, wir geben ihnen die Möglichkeit, sich auch anderweitig zu beschäftigen, aber sie laufen am Quad ohne Motor und sie ziehen es auch gerade einen recht steilen Feldweg bergauf, ich motiviere sie für gewöhnlich an steilen schwierigen Stellen, aber heute tue ich es nicht und bin leise und schaue ihnen nur zu........ Sie werden langsamer, man merkt, der Berg hat es in sich, dann springt Tala, unser alaskanischer V8 Motor an & in die Seile und ein Ruck geht durchs ganze Team und bringt neues Feuer ins Spiel und sie marschieren als Team oder Rudel gemeinsam den Berg hinauf........ich muss schmunzeln, Tala ein feiner Mann.....Senta saust wie ein wild gewordener Troll durchs Maisfeld nebenher, was das Team natürlich zusätzlich motiviert......nach dem Berg geht es bergab.......Es passiert des öfteren, dass einer unserer Huskys einfach so aus dem nichts aus der Gruppen Pace heraus springt und das Team mit ein paar extra PS ausstattet und motiviert, vollkommen aus sich selbst heraus. Sie tun es nicht, weil sie keinen Bock haben denke ich, sondern weil sie zum einen vor Kraft strotzen, es können und es ihnen doch ein wenig Spass zu machen scheint.....Berg ab, ich bremse auf Schritttempo ab, um die Kurve rum geht es mit Pfeffer, dann auf einem grünen Feldweg über die Wiese Vollspeed. Ich habe keinen Ton gesagt, aber das ist ein sehr schöner Weg, den die Huskys lieben, vielleicht duftet es auch nach Reh oder Wildschwein aus dem Maisfeld, aber sie spiken wie die Wahnsinnigen ohne ein Kommando von mir. Der Feldweg ist weich und gut für die Pfoten und so jagen sie der untergehenden roten Abendsonne entgegen. Vollspeed zieht das Team von 8 Huskys das Quad ohne Motor mit mir drauf keine Ahnung wie schwer...vielleicht 150-180-200kg eher etwas mehr......wir fliegen und ich sage keinen Ton. Die Leithunde …..Tala und Mamid setzen die Pace freiwillig, Tala - sehr gutes alaskanisches Rennblut aus gehobenen Kreisen und Mamid - deutsche Hinterhofzüchtung vom einem Züchter der Huskys wegen seinen blauen Augen gut verkauft und weil sie eben gerade in sind, aber keine Ahnung davon hat, welch gutes Huskyblut er eigentlich da hat. Mamids Eltern sind nie am Hundeschlitten gelaufen, seine Ureltern auch nicht. Aber Mamid ist wegen seiner außergewöhnlich coolen und starken sibirischen Seele bei uns zum besten Alpha aufgestiegen, den sich ein Musher nur wünschen kann und der locker durch gutes Training und seinen Fähigkeiten mit guten alaskanischen und schwedischen Schlittenhundeblutlinien mithalten kann. Eigens getestet in einer Wintersaison in Schweden, wo Mamid Leader im Guideschlitten, ein Team von 40 schwedischen und alaskanischen Huskys angeführt hat, stolz, souverän, absolut zuverlässig und auf höchsten Niveau.....Conni wollte – als wir unser Team aufbauten, unbedingt „Russen“, also sibirische Huskys und Mamid war unser erster gemeinsamer Husky, Connis Sohn mit Fell, voller Stolz, Würde und Kraft, und sooo viel Seele............doch zurück nach Knobelsdorf, denn plötzlich als das halbe Team schon drüber ist, rennt ein großer Feldhase mitten aus dem Team und jagt übers Feld. Ich habe ihn nicht gesehen, er hat sich bestimmt flach auf den Boden gelegt und einer der Huskys ist ihm auf den Schlips getreten...lach....... jedenfalls er im Affenzahn ab übers Feld. Die Alaskaner würdigen ihn keinen Blick und marschieren einfach weiter, die Sibirier schauen schon mal, was denn da gerade los war, Mamid neben Tala in Lead....schaut guckt..läuft weiter..schaut ok nächste mal......und rennt weiter.....ohne das ich etwas sage ...sonst würde ich „hike“ sagen...was unser Kommando für weiter so ,alles in Ordnung ist,...aber heute sage ich nichts......und das Team marschiert einfach weiter....... Sentaaaaa......lach.....hatte ich fast vergessen, die saust dem Hase natürlich hinterher, da sie ja nicht im Team ist, sondern frei hinterher läuft und alles genau beobachten konnte...lach....ich dreh mich rum , sehe Senta sausen und rufe sie....weil bei uns gibt es die eine „Goldene Regel“.....we are all just sled dogs and running for happyness.....was soviel heißt, wie bei uns wird nicht gejagt, weil das sind alles nur kleine Schlittenhunde, die mit dem Universum um ein paar glückliche Momente im Leben sausen und so ein Hase ist auch bloß ein Schlittenhund oder nicht:)??. Also dreht Senta ab nach dem ich sie einmal gerufen habe und kommt dem Team hinterher gesaust......feines Mädchen...... ein Kommdo....Sentaaaa...hat ausgereicht, um sie abzufangen und zum Team zurück zu holen, ja sibirische Huskys mit Jagdtrieb, den man nicht kontrollieren kann, klaro:)))..............da schwillt die Brust und hey, ist das jetzt Zwang gewesen oder ein Zeichen von Senta, dass so bissle Arbeit und ein Leben als Schlittenhund gar nicht so schlecht findet. Ich halte das Team an......danke Mädels, ihr seid die Besten, wurschtel Senta wie bleede und die Husky Omi feiert das Leben und murmelt sich im Gras wie bleede....ready guy and go......wir laufen noch ein Stück, dann parke ich das Team und da wir immer frisches Wasser und Schüsseln mit haben, wässer ich das Team jetzt und lass sie mitten auf dem schönen Feldweg kurze Pause machen und das Huskyleben feiern. Alles trinkt murmelt sich, schaut nach dem Hase, obwohl es gibt spannendere Sachen , es wird markiert , geschnuppert sich geaalt und geschaut, was noch so in der Luft liegt. Wahya, unsere Wohnungshündin, genießt solche Momente immer am meisten, nach dem sie Luft geholt hat, schnüffelt sie immer alles an, was geht und entdeckt die Welt da draußen, was unsere jeden Tag haben.

 

 



 

Team Parken, jetzt fällt es mir wieder ein, das Thema „ kann man Husks zwingen am Schlitten zu laufen. Da gibt es sogar einen Fachbegriff in der Schlittenhundeszene....“ParkingTeam“, was so viel heißt wie, ein ganze Team legt sich ab und ist durch nichts in der Welt mehr zu bewegen, weiter zu laufen. Und ja wenn dies vorkommt, hat der Musher und nur der Musher etwas falsch gemacht, irgend einen Fehler hat er dann gemacht , falsch gefüttert, zu wenig Schlaf, oder die Huskys ein wenig zu hart gepusht auf dem Weg zum Ziel. Das ist guten wie weniger guten Top Mushern bei großen Rennen wie der Iditarod z.B schon passiert, kurz vor dem Ziel, da legt sich das ganze Team ab und verweigert die Arbeit , das Ziel vor Augen zum Greifen nah, das nennt man dann ein Parking Team und um nichts in der Welt bewegt man dann das Team, no way. Meistens muss man dann 6-8-12 Stunden Pause machen, oder länger und die Hunde füttern und ihnen Ruhe & Schlaf gönnen. Dann stehen sie irgendwann wieder auf und zeigen, hey Alter jetzt kann es weiter gehen. Huskys kann man nicht zwingen vor einem Schlitten 1600 km unfreiwillig zu laufen, das geht nicht, wenn die keinen Bock haben, laufen die nicht und da kannst du im Qadrat springen, du kannst sie verprügeln, was auch vor 30 jahren noch gemacht wurde und schlimmere Dinge. Aber sie bewegen sich dann trotzdem keinen cm. Es sind schlimme Dinge im Schlittenhunde Zirkus passiert, keine Frage und passiert auch immer noch. Was aber seltsamer weise Touristen auch nicht davon abhält, dieses Abenteuer zu buchen und da zählt auch oftmals nur das Motto billig ist gut genug und da macht sich keiner ein wirkliches Bild, wie die Huskys gehalten werden, oder was mit den alten Huskys passiert, soweit geht dann die Liebe zum Husky und der Freiheit auch wieder nicht. Schwarze Schafe gibt es da auch , genau so wie schlimme Dinge mit Huskys in Wohnungshaltung passieren und es auch da schwarze und weiße Schafe gibt. Und ich glaube auch, dass manche aus EGO Gründen ihre Huskys zum Hundeschlittensport nötigen, genau so viele aber auch ihre Huskys aus EGO Gründen nötigen in Wohnungshaltung zu leben. Aber in einem bin ich mir fast zu 100 % sicher, man kann Huskys nicht zwingen, einen Schlitten oder was auch immer zu ziehen, wenn sie es nicht wollen. Und welche Lebensart jetzt nun die beste oder einzig Wahre für Huskys ist, keine Ahnung, dass muss man wohl die Huskys selber fragen und darauf warten, dass sie es einem auf ihre Art irgendwie zu verstehen geben. Abzuhauen, ungefragt jagen zu gehen und nicht fähig sein, ohne Leine zu laufen, oder zu hören, kann man auch als Antwort nehmen oder? Aber das muss wohl jeder für sich selbst mit seinem Ego und Gewissen, aber vor allem mit seinem oder seinen Huskys ausmachen. Nicht jeder Deutsche will ein Fussballer sein und das, obwohl das wohl die meisten Deutschen spielen und anschauen und es besonders bei den Zuschauern Unmengen an Fachpersonal gibt...:) Es gibt unzählige andere Sportarten und das ist auch gut so, so ist es wohl auch mit den Huskys, die einen lieben es sich auszupowern am Schlitten mit ihrem Alten auf diese Art durch den Wald zu jagen, die anderen liegen lieber auf kühlen Fliesen und schauen Tagesschau mit ihren Alten, andere gehen Agility machen mit ihren Huskys, es gibt wohl 1000ende Möglichkeiten, sich mit seinem Husky zu beschäftigen. Und jede hat seine Berechtigung, solange es dem Husky dabei gut geht und das Ego der Besitzer nicht den Geist & die Seele der Huskys brechen. Und noch eines Huskys sind sehr intelligente & gesellige Wesen. Und wenn ein Husky nicht hört und ständig abhaut und nicht ohne Leine frei laufen gelassen werden kann, wie jeder andere Hund, dann hat das mit der Unwissenheit und Faulheit des Besitzers zu tun und nicht mit dem Jagdtrieb der Huskys. Denn man kann nirgendwo in der Ahnentafel der Husky-Geschichte lesen, dass sie jemals irgendwo zu irgendeiner Zeit in der Menschheitsgeschichte zur Jagd eingesetzt wurden. Außer mit dem Hundeschlitten von Eisloch zu Eisloch zu fahren, aber das ist ja nun keine Jagd, die der Leika, der sibirische Urhusky von sich aus bewerkstelligt hat. Und wenn sie so ein ausgeprägtes Jagdverhalten hätten, wie man auf Facebook und in manchen fragwürdigen einstudierten Fachkreisen zu hören bekommt, dann wäre doch zu mindestens schon der eine oder andere schlaue Jäger auf die logische Idee gekommen, einen Husky als Jagdhund abzurichten und das aber ist mir nicht bekannt und ich konnte darüber auch noch keine Info finden im world wide web.....aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren mit stichhaltigen Beweisen.