kleiner Familientag mit Huskys/Schlittenhunden

 

*kleiner Familientag mit Huskys ala Heckertgebiet

 

Eine kleine Familie nur zu dritt wollte einen gemütlichen Familientag mit Huskys bei uns im Schlittenhunde Kombinat zu Knobelsdorf verbringen. Und wenn man dazu aus Chemnitz kommt, hat man ganz sicher irgendwo eine Gemeinsamkeit aus der wilden Jugend oder den einen, den man kennt. Und so fühlten wir wiedermal den Flair vom guten alten Heckertgebiet mit seinen Jugendclubs und den wertvollen Erinnerungen, die man nur haben kann, wenn man als Jugendlicher das Heckertgebiet zu seinem Jagdrevier erklärt hatte......schöne gute alte Zeit.....

 

Doch jetzt war Huskyzeit angesagt und die kleine junge Dame war ganz hin und weg und konnte es kaum erwarten. Also Scheunen Tor auf und alle 7 durften sich auf ein kleines Mädchen stürzen. Kurz und schmerzlos wurden Freundschaften geschlossen und man saß auch gleich gemeinsam im Stroh und kuschelte für Weltfrieden und Heiterkeit. Alles war ziemlich entspannt & gelassen, die Atmosphäre war gut, fast ein wenig vertraut und so wärmte man alte Geschichten aus Chemnitz auf und wurde nebenbei Opfer von Husky-Kuschel Attacken und insbesondere von Sentas langer Zunge......:) gemütlicher und entspannter Spaß im Stroh, ganz wie Huskys das so lieben.

 

 

Dann mussten unsere Knobelsdorfer Huskys natürlich mit dem kleinen Mädchen über den Hof sausen und ihr zeigen wo sie wohnen, weil da im Hundehaus steht eine große Hundebox, voll mit schönem frischen Stroh und da kann man wunderbar kleine Mädchen so richtig um den Finger wickeln. Nach so vielen Husky-Nasen im Gesicht wurde es Zeit, die Schlittenhunde anzuziehen. So erkläre Conni wie man einen Husky das Zuggeschirr anzieht und es dauerte nicht lange und 7 Huskys standen zum Abmarsch bereit und wollten dann augenblicklich los.

 

Also Tore vom Freilauf auf und alle Huskys und das kleine Mädchen jagten Richtung Hundetransportbox, um sich um die besten Plätze zu sichern. Unsere 4 sibirischen und 3 alaskanischen Huskys sind Schlitzohren und sie wissen genau, wenn der Anhänger mit den Hundeboxen voll mit Stroh auf dem Hof steht, ist echtes Schlittenhunde Abenteuer angesagt. Alle würden natürlich liebend gern im Auto vorn mitfahren, aber das steht nur unserem Alpha Rüden und Connis Sohn mit Fell Mamid zu, die anderen dürfen sich die große geräumige Hundebox mit frischem Stroh teilen, was Sie auch gerne tun.

 

 

Also die kleine Familie ebenso eingepackt und ab ging es in den Wald zum Schlittenhunde Abenteuer made in Knobelsdorf, Sachsen. Im Wald angekommen, musste natürlich alles erst mal abgeladen werden, vor allem die Huskys, an erster Stelle natürlich. Die Familie packte mit an und die kleine Lady musste natürlich alle Huskys aus den Boxen lassen und sie am Stakeout fest machen, einer Hundeleine wo die Huskys sich vor dem Start noch entspannen, im Waldboden buddeln können und mit Wasser versorgt werden, was sie aber bei den Temperaturen meist nie interessiert. Wir sagen immer, besonders zu Kindern, wenn die Huskys zu sehr ziehen los lassen, bevor sie euch durch den ganzen Wald schleifen, denn unsere Huskys laufen nicht weg. Aber das ging wohl gegen den Stolz der kleinen Lady, so hielt sie alle fest und keiner entkam ihr, selbst wenn sie fast senkrecht hinterher schwebte...:)) never let go... heißt ja auch das Zauberwort in Alaska, Kanada und Skandinavien, wenn man mit dem Hundeschlitten ganz alleine in der unendlichen Weite dieser wunderschönen nordischen Länder unterwegs ist. Und die kleine Dame hatte das echt im Blut und hat niemals los gelassen, auch wenn Tala genau so groß und 10 mal stärker war wie sie, ein echtes taffes Chemnitzer-Kind eben.:)

 

Dann nahm man zu dritt auf dem Trainingswagen Platz, wir erklärten noch kurz, wie man unsere 7 sibirischen und alaskanischen Huskys fährt , lenkt und mit ihnen arbeitet und auf geht’s ins Familien Hundeschlittenabenteuer mitten im wilden Sachsen. Die kleine Lady schreit vor Lachen und will natürlich sofort selber fahren mit 13 Jahren. Aber wir einigen uns darauf, dass - wenn Vati den Dreh raus hat und sicher genug ist, darf sie mit ihm den Schlitten lenken...... Vati darf ich....Vati....jetzt, Vati darf ich ...Vatiiiiiii....:)

 


Vati war clever und wusste den Trainingswagen geschickt zu lenken und so stand die kleine Prinzessin alsbald mit ihm auf dem Trainingswagen und lenkte 7 Huskys durch die wunderschönen farbenfrohen sächsischen Herbstwälder. Mutti wollte natürlich auch mal fahren und so machte die Familie einen echten kleinen abenteuerlichen Familienausflug mit Huskys. Ich war nur noch Nebendarsteller und fuhr mit dem Fahrrad nebenher, vorneweg und machte Fotos, denn die 3 und unsere Huskys kamen wunderbar alleine klar.

 

Und wenn man dann voraus fährt, anhält um Fotos zu machen und unsere Knobelsdorfer Huskys bei ihrem Job beobachtet, ist man schon ein wenig stolz. Sicher könnten wir sie alle an Necklinen festmachen und sie in einer geordneten String/Formation laufen lassen, wie es alle machen. Doch wir haben ein klein wenig unsere eigene Philosophie. Zum Einen wissen wir, dass unsere Huskys/Schlittenhunde genau das können, wenn wir es von ihnen verlangen, das haben sie in 7 Monaten Schweden bei ihrer Arbeit rund um das berühmte Eishotel und in den Bergen das Nationalparks von Abisko bewiesen und da muss man Qualität abliefern und sich auf dem Trail zu benehmen wissen, weil da 100ende von Huskys, Schlittenhunde, Touristen und Mushern unterwegs sind. Und wenn man über zugefrorene Bergseen fährt, oder durch den tiefen Schnee ohne Trails/Wege, ist das für uns ohne Neckline zu fahren eher von Vorteil. Daher verlangen wir es von ihnen ab, wenn wir es für nötig halten, zum Beispiel, wenn uns hier im Wald andere Hundehalter begegnen, dann laufen sie in Formation vorbei, vor allem, wenn der Förster kommt und wir auf die Welle hauen können, weil sein Hund im Auto abgeht wie die Luzi:). Oder wir legen unsere Huskys einfach ab, um sicher zu gehen, dass nix daneben geht, weil die wenigsten Spaziergänger mit Hund in Deutschland wissen, welche Regeln auf dem Trail in den nordischen Himmelsphären gelten.

 

Aber heute begegnen wir niemand und lassen die Hunde da so laufen wie sie wollen, vor allem macht es dies uns und der kleinen Dame dann einfacher, wenn die Huskys in kleinen Zwischenstopps ein Bad in der Bach, im Fluss oder im Teich nehmen, sie danach wieder zu entfitzen wenn nötig, ansonsten tun sie das selbst und auf Kommando „line out“ stehen alle 7 wieder so da, wie es sein sollte, wenn nicht opfert sich die kleine Prinzessin und sorgt für Ordnung am Hundeschlitten und zeigt jedem Husky, wo er zu stehen hat.

 

Und so schlendern wir gemütlich durch den wunderschönen Herbstwald, bestehen kleine und große Abenteuer , fahren über Stock und Stein und durch schöne große Pfützen, Mutti hat ordentlich Schlammspritzer überall, also hat es allen wohl echt auch ein klein wenig Spaß gemacht. Und wenn die Atmosphäre so vertraut und angenehm ist, kann man auch das Abenteuer etwas in die Länge ziehen, selbst im Regen.

 

Dann fährt oder lenkt die kleine Prinzessin den Papa und die Huskys sicher nach Hause. Wo sie sie dann auch gleich mit feinen Fleisch-leckerlies versorgt werden und sich bei ihnen für das kleine Abenteuer Schlittenhund bedankt wird. Dann wird alles eingeladen, verstaut und aufgeräumt, damit der Wald immer sauber bleibt, räumen wir auch immer gerne den Müll der anderen Leute mit weg.....

 


Und dann geht es ab ins Schlittenhunde Kombinat Knobelsdorf ans Lagerfeuer, um das große Husky Abenteuer noch mal richtig bei Marshmellows und gegrillten Rostern ganz romantisch ausklingen zu lassen. Als echte sächsische Prinzessin will man natürlich keine Marshmellows, sondern Knüppelkuchen, gutes Mädchen, Recht hat sie, aber die Marshmellows haben dann doch geschmeckt, wenn sie nicht gerade verkohlt waren, oder im Feuer verschwunden waren. Und so schlenderten wir noch ein wenig und beobachteten wie die Funken vom Lagerfeuer fliegen, schwelgten in den alten Zeiten im Heckert Gebiet und in unser aller wilder Jugend. So ein Familientag im kleinen Kreis hat etwas ganz Persönliches und sehr angenehm, es ist vertraut macht Spaß und ist am Ende ein kleines großes Abenteuer, das echt Laune gemacht hat und es wohl allen schwer fällt, ein Ende zu finden.

 


Es ist dunkel geworden, die Huskys schlafen alle, das Feuer brennt langsam runter und die kleine Prinzessin wird langsam etwas ruhiger und müde........schön war es , sehr vertraut, sehr familiär, sehr angenehm......... vielen lieben Dank euch für die angenehme Tour heute.....