Schlittenhunde/Husky Sommertraining

Sommer Training 

 

Ist Sommertraining nun sinnvoll für Schlittenhunde/Huskys oder nicht ...mh... für uns vom Schlittenhund Kombinat zu Knobelsdorf ist es zu mindestens eines..... logisch!!!.... zum Einen haben wir beide selbst Leistungssport betrieben. Und gute DDR Trainer haben uns ausgebildet für ein gesundes Bewusstsein zum eigenen Körper und zum Anderen hat sich dies aus der langjährigen Arbeit mit Schlittenhunden , von Alaska, Kanada bis Finnland und Schweden als logische Schlussfolgerung für uns ergeben. Beutetiere vom Wolf laufen im Sommer auch schneller wie im Winter. Ebenso aus Connis langjähriger Arbeit im tiermedizinischen Bereich. Auch gibt es gute wissenschaftliche Abhandlungen von Veterinärmedizinern aus den nordischen Hemisphären die belegen, dass es förderlich für den körperlichen und seelischen  Zustand von Schlittenhunden, sein kann, wenn sie ganzjährig trainiert werden. Ebenso gibt es wohl genauso viele Meinungen die das Gegenteil belegen, daher muss das wohl jeder für sich selbst herausfinden. Vor allem sollte man aber seine Hunde lesen lernen, um zu sehen, was für sie das Beste ist. Logischer Weise sollte man ja jedes Lebewesen individuell betrachten und trainieren, selbst oder vor allem in einem Husky/Schlittenhunde Team.  Daher ist es in unserer Schlittenhunde Philosophie logisch, dass wir auch im Sommer trainieren, zumal wir das einmalige Glück haben, dass unsere Hunde jeden Tag tiermedizinisch durchgecheckt werden von einer langjährigen erfahrenen und wie gesagt von wohl auch einer der besten Tierheilpraktikerin Deutschlands (www.tierheilpraxiskoehler.de). Und wenn ich mir erlauben würde, unsere Robben auch nur ansatzweise zu überfordern, sie irgendwelche Symptome von Überhitzung erkennen ließen, schlecht oder gar nicht fressen würden, oder schlecht drauf wären, wäre ich schon lange Hundefutter. Denn wie in jedem echten & gut funktionierenden Husky/Wolfsrudel hat auch bei uns eine Frau das sagen und Conni checkt unsere Huskys jeden früh beim Füttern 1,5-2stunden, täglich. Da wird gefüttert, gekuschelt, gebürstet, Verhaltenstherapie gemacht , nach Spannungen im Rudel gesucht, die Rudel Seele und ihre Ordnung kontrolliert , beobachtet, erforscht, Gesundheitscheck gemacht - vor allem, wenn ich am Vorabend trainiert habe. Also alles was eine Mutti und Suppenhexe so machen muss, um das Wohlergehen und die Ordnung im Kombinat & bei ihren Kindern/Huskys aufrecht zu erhalten und das sehr gründlich und gewissenhaft natürlich. Denn diese Art von Sozialkontakt von Conni zu unseren Huskys ist genau so wichtig, für das mentale Wohlbefinden unserer Huskys, wenn nicht sogar viel wichtiger, wie das Training selbst . Denn Schlitten/Roller fahren kann jeder, ist ja kein Hexenwerk, aber die Huskys kynologisch zu lesen, ihre Körpersprache/Hundepsychologie zu verstehen und daraus ihre wahren natürlichen Bedürfnisse zu erkennen, ist für gutes Training und vor allem für den Versuch einer artgerechten Haltung enorm wichtig und unsere Huskys fordern dies bei Conni auch Zurecht ein, gut so!!

 

Aber, jetzt ist es 17 Uhr - ich bin gerade von Arbeit rein und jetzt wird trainiert. 25 C  warm und recht windig, also werden wir heute keine 30 -50 km rennen, denn das wäre in unserem Sinne vollkommen unlogisch, daher tun es auch 2 km. Kraftausdauer – Schnellkraft, ja das erscheint mir heute sinnvoll. Sofort erinnere ich mich an meinen alten Trainer Jürgen Fänghänel, Bergsprints, yeahhh:)!!! Also, den Roller zurecht gemacht , Gangline für 4 Hunde dran, plus einer extra langen Leine mit zwei alten Motorradreifen an der Gangline befestigt. Die Hunde sehen das und starten zu tanzen , also alles auf der großen Dorf- Wiese vor unserem Hundefreilauf abgelegt , vor den Augen der Hunde und sie tanzen immer noch. Wenn einer unserer Hunde jetzt keinen Bock hätte, würde er/sie sich ins Hundehaus verkrümeln und in die große Hundebox verschwinden, Kopf ins Stroh a´la..... ich bin nicht da. Wenn dies einer unserer Hunde tut, wird gekuschelt kurz gekaspert, wenn er dann keine Anstalten macht, bleibt er/sie zuhause. Unsere Hunde dürfen auch mal schlechte Tage haben. Aber jetzt stehen alle 7 vor dem Zaun und wollen mit, alles ist vorbereitet,... Ready to Go. Also zieh ich meine Winterklamotten jetzt an, Temperatur 24C, lange Hose, Stulpen , feste Turnschuhe , Shirt , Kapuzenpulli und Schwitzjacke drüber, Kapuzen auf..... fuck´n eye..... warm und ich schwitze jetzt schon:)...... Jetzt laufe ich 1,5km ohne Hunde zum Nachbarhof und hole Wayha, eine alaskanische Husky Hündin, die wir mit trainieren, und renne mit ihr 1,5 km zurück zum Kombinat. Ihre Aufwärmphase. Erste Schweißperlen bilden sich auf der Stirn, gut so. Sie begrüßt ihre Hundekumpels alles tanzt, man kennt sich, alles gut. Harnesse/ Hundegeschirre anziehen. Wir sehen immer zu, dass wir unsere sibirischen Huskys, die schon wärme-empfindlicher sind wie unsere alaskanischen Huskys eben immer mit einem Alaskaner zusammen laufen lassen. Um das Kräfteverhältnis im Team auszugleichen und dass der Ami, wie wir die Alaskaner nennen, an warmen Tagen nicht alles alleine ziehen muss. Wir laufen entweder 3 x 3 oder wie heute 2 x 4er Teams und trainieren aller 2 Tage im Sommer, also Tala, Mamid und Senta aus dem Freilauf raus gelassen. Welche dann sofort über den Hof jagen , eine Runde über die Dorfwiese drehen. Mamid muss immer kacken vor dem Rennen, dann rufe ich sie einzeln zu mir, zieh das Harness/Geschirr an und lass sie ablegen. Wenn wir trainieren, trainieren wir so viele Eventualitäten wie möglich und eben sehr breit gefächert, Bergsprints plus Erziehung also:). Jetzt liegen 4 Huskys fertig angezogen da und gucken.......was jetzt , geht’s los...??? Die anderen 4 stehen im Freilauf und tanzen, weil sie auch mit wollen. 24 C und man kann nicht erkennen, dass hier irgendeiner keinen Bock hat und alle wissen aus der Routine heraus, was jetzt kommt. Also, „Abiii...“. und alle Huskys rennen auf Kommando los, fliegen über die Dorfwiesen, jagen sich, spielen haben Spaß, dann rufe ich sie einzeln an die Gangleine, spanne sie an und lass sie ablegen. 4 Huskys angespannt und alle liegen da und schauen mich an, da guckst du.....noch mal alle gekuschelt, feine Männer, Trainingsgerät noch mal kontrolliert, passt alles. Ich hebe den Roller auf, alles liegt aber man sieht, dass es zuckt in ihnen, ich ziehe den Moment immer etwas in die Länge, weil das auch - wie ich meine - gutes Training ist. Autos fahren vorbei, Radfahrer, manchmal eine Katze oder einer aus dem Dorf geht mit seinem Hund spazieren, alles hat zu liegen. Dann ein leises, „Ready and go“, bei dem Kommando „Ready“ stehen unsere Huskys auf und stemmen sich ins Harness/Geschirr, aber wir laufen erst los, auf das Kommando „Go“. 24 C warm und unsere Huskys stemmen sich in die Seile und laufen kraftvoll los. Wir jagen nicht gleich Vollgas los, never ever, sondern bis zur Straße laufen wir mit angezogener Bremse und dies trotz dass sie mich und 2 Reifen extra ziehen. Weil Sportunterricht, erinnern wir uns??, Erwärmung der Muskelgruppen gehört dazu. An der Strasse gibt es dann ein Wowww, alles hat zu stehen und dann ein „Haw“ und unsere Huskys laufen links einen 400 m langen Anstieg, der sich langsam aber stetig in die Höhe schraubt, hinauf - feine Männer. Berg hoch lassen wir unsere Hunde, wenn sie möchten, immer laufen so schnell sie wollen, Berg runter wird immer gebremst und im Trab gelaufen. Ich schwitze, die Hunde legen sich ins Harness/Geschirr und wir schrauben uns den Berg hinauf, Tala unser alaskanischer V8 hängt sich voll rein heute, feine Mann.

Wir haben unsere Hunde dann immer im Blick plus die ganze Umgebung, so gut das möglich ist. Am Berg wird nie angehalten, never ever, das muss ein Schlittenhunde gar nicht erst lernen. Wenn sie langsamer werden, motiviere ich sie und ich helfe ihnen nicht, solange, bis sie kurz davor sind anzuhalten, erst dann helfen wir ihnen so, dass wir am Berg nicht zum Stillstand kommen. Doch heute bei plus 24 C zieht Mamid, nachdem er erst und wie immer am Berg 1-2 mal kacken war, zusammen mit Tala das Team recht kraftvoll den Berg hinauf. Mamid ist unser sibirischer Alpha, Wärme ist eigentlich auch nicht so sein Ding, doch nach dem er all seinen Ballast abgeworfen hat:))... arbeitet er heute mit Tala stark zusammen. Recht zügig sind die Buben heute sogar unterwegs und die zwei Mädels Wahya und Senta halten gut mit. Bergkuppe ist erreicht, so geht es jetzt 600 m lang Berg ab. Dann unten im Tal ab auf die Dorfwiese neben den Bach, alle abgeschnallt, alles liegt schaut mich an, ich lache und Abiiiiii........und alles rennt in den Dorfbach baden, man hört nur noch eine riesige Arschbombe , platsch und alles kühlt sich im Wasser ab. Schwänzeln wedeln, es wird getaucht, gebadet , gekaspert, gespielt, also so sehen keine unglücklichen Sled Dogs aus, im Gegenteil, die Bande hat ihren Spaß, das ganz sicher. Wenn ich das Gefühl habe, man hat sich ausgiebig abgekühlt, dann alle wieder die Böschung hinauf und ablegen im Schatten. Dann drehe ich das Trainingsgerät um, sortiere alles in provozierender Ruhe, die Hunde liegen und entspannen. Dann rufe ich sie einzeln wieder ab und spann sie an, jetzt geht es einen 600 m Anstieg hinauf, der sich lang zieht, nicht so steil wie die ersten 400m dafür aber länger ist und mehr schon in den Kraft Ausdauer Bereich geht. Ready.... Guys and go............... Relativ erfrischt hängt man sich wieder kraftvoll in die Seile und wir kämpfen uns gemeinsam den Berg hinauf, jetzt muss ich ab und an mal helfen, weil warm und schon ganz schön steil. Im Winter schafft man den Berg gut, sogar mit wesentlich mehr Gewicht, doch 24 C hat auch so sein Gewicht, also alles gut. Unter meiner Kapuze und in den Winterklamotten läuft mir der Schweiß, das gibt mir ein Gefühl von Freiheit das ich brauche ...... Fair play und Teamarbeit Guys::)).

 

Tala und Mamid kämpfen, die Mädels bemühen sich, feine Männer. Dann haben wir die Bergkuppe erreicht und es geht nun wieder 400 m Berg ab, zurück ins Kombinat. Ich parke das Team vor dem Freilauf, die zurück Gebliebenen bellen, was mir denn einfällt sie zurück zulassen, dann alle schnell abschnallen und Abiiiii und alles rennt zum Freilauf , Tür auf die eine Truppe rein, die andere Truppe raus. Dann muss ich schmunzeln, man hört Mamid, wie er in seiner Badewanne plantscht und sich abkühlt , Tala steht im Teich, den wir im Freilauf für unsere Huskys gebaut haben und unsere Senta taucht kopfüber in den Teich, kaspert, plantscht und murmelt sich dann auf der Wiese, 8 Jahre ist sie jetzt, aus vierter Hand kam sie zu uns und rennt jetzt bei 24 C und ist dabei voller Heiterkeit, voll der Clown voller Lebensfreunde und kein Zeichen von Stress oder Überlastung..........und in ihr steckt sogar noch ein Teil Malamute mit drin:))

 

Jetzt kommt mein Avani Mädchen, unsere beste Leithündin, obwohl alle unsere Huskys die Besten sind und wir sie alle zu Leithunden trainieren konnten. Avani ist ein echtes Arbeitstier, das man eher bremsen muss, besonders bei warmen Temperaturen. Wayha geht ein zweites Mal mit, weil sie erst immer so ihre Zeit braucht, bis sie ins Team einsteigt, beim ersten Lauf muss sie erst immer die Welt entdecken, beim zweiten Lauf arbeitet sie dann mit, also haben wir jetzt 5 Huskys am Roller plus zwei alte Motorradreifen. Alle Hunde sind im Harness/Geschirr liegen im Platz und ich warte ein wenig,...... Ready......and go und ab geht die Post gen Berg, wieder langsamer Start an der Straße dann „haw“ und dann dem Horizont entgegen. Avani und Pinu, die Alaskan Huskys, voll in den Seilen, Lotte unsere sibirische Miss Steel Hammer, zieht gut mit und Kim bemüht sich und ist die Schönste, Wahya ist jetzt auch mit beim Team, feine Männer. „Fuck“.....Berg runter bleib ich mit einem Reifen an der Fahrbahnbegrenzung hängen und der Reifen reißt ab..... shit..... das ganze Team aus dem Lauf heraus ins „Platz gelegt“ und es liegt. 10 m zurück gerannt den Motorradreifen geholt, ich schwitze wie ein Tier in den Winterklamotten, Reifen wieder angehängt. In solchen Fällen lohnt sich der ganze Trainingsaufwand, denn die Huskys liegen. Ready Guys...and go......600 m Berg ab, wieder auf die Dorfwiese vor den Dorfbach geparkt, Huskys abgeschnallt und Abiiiiii........ und alle sausen in den Bach zur Abkühlung. Im Wasser wird getanzt, geplantscht, Bauch gekühlt, getrunken, gesponnen und sich spielerisch entspannt, alle Schwänze wedeln …. so sehen keine überstressten oder überlasteten Huskys aus, happy Dogs“. Avani kommt zu mir, holt sich ihre extra Kuscheleinheit ab und ein „feines Mädchen“, so eine gute Leithündin ist ein Geschenk, erfordert aber auch viel Arbeit..... Nach ungefähr 10 Minuten sind alle wieder „ready to go“. Gemeinsam laufen wir die Uferböschung hinauf, ich lasse sie alle ablegen, rufe sie dann einzeln wieder ab und spanne sie wieder an. Sicher ist das ein großer Aufwand, abspannen, anspannen, volle Konzentration, die Augen überall zu haben, aber der Aufwand lohnt sich und wenn dein Team gut funktioniert und super zusammen spielt, ist es ein einzigartiges Schauspiel für die Seele und es macht Spass. Vor allem dann wenn man anderen Hunde/Teams begegnet.

 

z.B Hundehalter, die an der Leine hängen und ihren Hund kaum halten können, die Peinlichkeit steht ihnen ins Gesicht geschrieben und 4 – 8 Huskys liegen da und schauen sich das ganze traurige Schauspiel entspannt an. Oder wenn z.b ein freilaufender Hund kommen sollte und ich ihn zuerst sehe, was meistens der Fall ist, da man vorausschauend fährt oder die Hunde bemerken ihn zuerst und es mir anzeigen. Kein Tierhalter zu sehen ist, oder einer der schreiend weit hinterher rennt , „Beno kommmm“ und außer Atem ruft, keine Angst der, will nur spielen, „ Ach will er das....lach....dann lege ich mein Team sofort ab, stelle mich vor mein Team und..... keiner, nichts und niemand kommt an mir vorbei, und das ist genau der Vertrauensanspruch den unsere Huskys an uns haben. Sie geben nahezu immer 120 % dafür sorgen wir für freie Bahn, ihre Sicherheit und ihre Gesundheit, gute Teamarbeit eben.

 

 

Auf geht’s also wieder mit Team 2 die 600 m Berg auf, unsere Huskys laufen dabei immer auf der rechten Seite von der Strasse. 5 Huskys ziehen die beiden Reifen gut die 600 m bergauf, Avani und Pinu die Geschwister wieder voll in den Seilen, Lotte auch, nur unsere Kim lässt die Leine etwas hängen, doch wer bei – 45 C in Schweden, eine Decke verweigert und lieber im Schnee schläft, dem kann es bei plus 24 schon mal etwas warm werden, aber sie bemüht sich ehrlich, ebenso Wahya. Klar ist es anstrengend, warm und alle hecheln, aber sie laufen gut und zeigen keine Zeichen von Überhitzung, Überlastung oder Null-Bock Stimmung. So schaffen wir es zusammen über die Bergkuppe und laufen entspannt Heim. Alle schnell ausgespannt und ab in den Freilauf. Die erste Gruppe steht dann schon wieder am Zaun fit & munter, man könnte meinen eine Runde geht noch:)??. Aber ich muss eingestehen ich schwitze wie ein …....und bin recht platt heute. Daher räume ich das Trainingsgerät weg und schnapp mir Wayha, nach dem sie entspannt ist und ausgiebig abgekühlt hat , schnalle mir einen Reifen um und Renne mit ihr die 1,5 km zu ihr nach Hause und dann wieder zurück, Wahya ist platt aber gut gelaunt, bis zum nächsten mal Große.

 

Die Husky Bande steht dann, wenn ich wieder auf unseren Hof einbiege, mit meinen „einem Reifen“, schon wieder recht munter am Zaun und denkt wohl , nur ein Reifen......Hallo:?.....

Zwei Stunde später wird gefüttert , alle fressen gut, frisches/rohes Fleisch mit etwas Trockenfutter und einer guten Portion lauwarmen Wasser gemixt. Pfoten werden gecheckt, die Kacke wird beim Einsammeln gecheckt, nix Dünnes alles gut. Alle haben gut gefressen, die Näpfe werden von Kim, die zu uns kam aus zweiter Hand, weil sie nicht am Fahrrad zog und sehr mäkelig wäre, jeden Abend ausgeputzt, als ob sie am verhungern wäre. Weil´s so gut gelaufen ist heute schmeiß ich noch eine Schüssel Trockenfutter durchs Hundehaus. Und die, die noch etwas Appetit haben, suchen sich ihren Kompott selbst zusammen, unsere Kim ist da eine ganz Eifrige. Pinu und Mamid liegen draußen in der Abendsonne und sind entspannt mit vollem Bauch und dösen vor sich dahin. Der Rest sucht sich seinen Schlafplatz und alle sind entspannt und begeben sich zu Ruhe. Ich sitze dann noch ein wenig im Freilauf und betrachte die Bande schon mit etwas Stolz, feine Männer. Denke gerade darüber nach, das im Internet oft darüber diskutiert wird, dass Huskys mindestens 2.20 -2.30m hohe Zäune bräuchten, echt brauchen Sie das...? oder wäre die einfache Lösung nicht eher, ihnen eine ausreichende Auslastung zu bieten? Unser Zaun ist 170- 180 ca. unsere Huskys haben noch nie auch nur die Anstalten gemacht, da drüber zu steigen, und Tala könnte das ganz sicher locker aus dem Stand heraus, aber vielleicht gefällt es ihm ja Zuhause und das Sommer & Winter Training macht entspannte Huskys aus ihnen, die gern zuhause sind, an irgendwas muss es ja liegen, dass unsere glorreichen 7 nicht abhauen wollen, oder!!!?

 

Robert Soerle, der erste Europäer, der die Iditarod 3 mal gewinnen konnte und wohl einer der besten Europäischen Musher war/ist sagte immer, wenn er seine Huskys frei laufen ließ auf die Frage hin und wenn einer abhauen würde wollen, was dann? wer weg rennt, dem gefällt es wohl dann nicht bei mir, was dann eh keine gute Grundlage für eine gute Teamarbeit wäre, dann muss er eben wegrennen.........

 

Mamid unser Alpha setzt sich neben mich, in seiner natürlichen wunderschönen arroganten Art, ich graule ihn und wir schauen in die Abendsonne und träumen beide, von Schnee und warten auf Mutti unser aller Alpha Wölfin. Conni Köhler kommt immer spät aus ihrer Tierheilpraxis (www.tierheilpraxiskoehler.de), weil gute Leute eben gefragt sind ............ es gibt nichts Schöneres & Anmutiges als einen sibirischen Husky frei durch eine unendlich weite und weiße Winterlandschaft laufen zu sehen.............we are all just sled dogs running for happiness......tschakaaa....... Also Sommer Training macht für uns  Sinn................;)).

 

                                                    ......#'Achtung'#....

Sommertraining mit Huskys immer mit Bedacht,....die Hunde müssen sich langsam daran gewöhnen dürfen......